Leonard Kahlcke


1975 in Frankfurt a. M., Deutschland geboren. Er studierte an der Hochschule für Gestaltung, Offenbach a. M. Er lebt und arbeitet in Frankfurt a. M.

Konzeptuelle Herangehensweisen spielen in den interdisziplinären Arbeiten von Leonard Kahlcke eine wichtige Rolle. Die zunehmende Relevanz der Ästhetisierung in allen Lebensbereichen ist für den Künstler zentral, denn hierin liegen für ihn Formen und Potentiale für symbolischen und politischen Widerstand. Geschickt infiltriert und attackiert er gesellschaftliche Normen und deren ästhetische Codes, indem er die herrschenden Zeichen auch ästhetisch kontert. Diese Taktik ist stilbildend für Kahlckes Werk.

In der performativen Installation für New Frankfurt Internationals setzt sich Kahlcke mit der Architektur und der Bedeutung von zentralen und repräsentativen Plätzen der Innenstadt auseinander. Fotos von Jugendbanden der 1980er und 1990er Jahre, die er innerhalb der Szene recherchiert hat, stellt er eigens angefertigte, aktuelle Fotografien von „Repräsentationsarchitektur“ gegenüber. Kahlcke macht in einer narrativen Schau die Phänomene repressiver Raumaneignung visuell erfahrbar.

Hierzu Kahlcke: „Es geht um den Wandel der Metropole, die repräsentierende Dominanz von Architektur und Mensch, Zugehörigkeit und Nichtzugehörigkeit, sowie den Machtanspruch auf zentrale Räume der Stadt – oder besser, warum der Kampf um die Innenstadt wichtig ist.“    


LEONARD KAHLCKE
TOKAT, 2010
Zweikanal-Videoprojektion
Größe variabel
(c) and Courtesy the artist
Foto: Leonard Kahlcke 2011


Performance



21. Januar 2011 / 19:00 UHR
„TOKAT“
Performance/Installation von
LEONARD KAHLCKE
Ort: Stiftstraße 34